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10 Gründe, warum du nach Barcelona solltest!

Wir waren für 4 Nächte in Barcelona, und es hat sich wirklich ausgezahlt. Gewohnt haben wir in der Nähe der Rambla, eine der wichtigsten und größten Straßen in Barcelona. So zentral zu wohnen war ideal.

 

Die wenigsten wissen dass es in Spanien mehrere Ramblas gibt und das “Rambla” übersetzt soviel wie Flussbett bedeutet. Früher hat man ein trockengelegtes Flussbett als Rambla bezeichnet. In Barcelona hingegen verlief an der Stelle der heutigen Rambla aber anscheinend nie ein Fluss.

Rambla kann auch soviel bedeuten wie “Breite Straße geßäumt mit Bäumen”.  Die Nähe ins Zentrum war super, denn ob ins Barri Gotic, an den Strand oder zur Sagrada Familia, alles war zwischen 15- 30 minuten zu Fuß erreichbar.

Obwohl es eine Metro und ein gutes Busnetz in Barcelona gibt, haben wir fast jeden Weg zu Fuß zurückgelegt, und dabei in 3 Tagen rund 60.000 Schritte gemacht. Ich würde es auch jedem so empfehlen, man sieht einfach so viel mehr von der Stadt und nimmt sie anders wahr. Außerdem bekommt man schon nach wenigen Tagen ein Gefühl für Strecken und kennt sich ganz gut aus! Ich habe 2 Jahre in Wien studiert und kenn mich dort nicht so gut aus, weil ich nur Ubahn gefahren bin 😀 Außerdem trainiert man so all die Leckerchen ab, die man sich on the road so gönnt…

Ich zähle dir nun 10 Gründe auf, warum ich auf jeden Fall wieder nach Barcelona fliegen würde, und warum du es auch solltest

 

  1. The food people…the foooood!

Tapas, Sangria, Paella – Stefan und ich sind richige Foodies! Spanisches Essen wie wir es erlebt haben ist frisch, köstlich und mit Liebe zubereitet.

Wir essen zwar grundsätzlich alles, auch Fleisch wenn es artgerecht gehalten wurde, da man sich dabei aber gerade in Restaurants nicht sicher sein kann bevorzugen wir meist die zumindest vegetarische Variante. Egal in welcher Stadt wir sind, wir googeln zu allererst Restaurants die veganes, glutenfreies und biologisches Essen anbieten. Regional und so gesund wie möglich soll es sein..manchmal eine richtige Herausforderung!

Nicht in Barcelona. Gleich am ersten Abend haben wir uns in eine der vielen sympathischen kleinen Tapas Bars neben der Straße gesetzt und Sardinen, Käse und Oliven bestellt, dazu gab es einen Mojito. Es war köstlich.

Wir waren außerdem in einem Restaurant das sich „Ca L´Estevet“ nennt. Hier gibt es angeblich die beste Paella Barcelonas und das schon seit dem 19. Jahrhundert. Mittags trifft man in diesem Restaurant hauptsächlich Einheimische, immer ein gutes Zeichen für hohe Qualität zu einem vernünftigen Preis.

Außerdem gibt es hinter jeder Ecke kleine Supermärkte mit frischem Obst und Gemüse, in denen man günstig alles Mögliche einkaufen kann um zu Hause selbst zu kochen. Daumen hoch!

Etwas dürfen wir nicht vergessen…die Boqueria! Dieser Markt liegt direkt neben der Rambla und bietet alles was das Gourmet-Herz begehrt. Von frisch gepressten Säften und Obstsalaten, zu frischem Fisch, Käse und Wurstspezialitäten, Eingemachtes wie Oliven oder Kapern. Du kannst dir hier überall eine kleine Portion mitnehmen und dich durchkosten, einfach himmlisch!

Kurz gesagt: Egal ob du Alles-Esser bist, mit Unverträglichkeiten zu kämpfen hast oder eine bestimmte Essens-philosophie hast, in Barcelona wirst du fündig und es wird großartig!

 

  1. Architektur, Kultur, Geschichte

Okay Leute, so viel mir meine Architektur Vorlesungen auch gebracht haben, haben sie mich trotzdem nicht darauf vorbereitet was in Barcelona geboten wird.

Wir haben eine free-walking tour gemacht, (übrigens sehr empfehlenswert, die Tour die wir gemacht haben findest du hier) dabei hat uns unser Guide Armando durch das gothische Viertel geführt und viel Geschichtliches erklärt, von der Entstehung Barcelonas, wie und wann es dazu kam dass die Pest ausbrach und er zeigte uns einige der über 400 Drachen, die in den Häuserfassaden Barcelonas versteckt sind.

Ebenfalls sehr emfpehlenswert ist der Park Güell. Euesbi Güell hat diesen Park bei Antoni Gaudi in Auftrag gegeben, dem wichtigsten und bekanntesten Architekten Barcelonas. Er hat ihn Anfang des 20. Jahrhunderts erschaffen und ist wirklich außergewöhnlich. Wir haben uns dafür entschieden um 6:30 Uhr morgens aufzustehen um vor 0800 beim Park Güell sein zu können. Dies hat 2 Gründe: Einserseits bezahlt man vor 0800 Uhr keinen Eintritt für den Park, und zweitens ist er noch fast leer! Falls du kein Partylöwe bist sondern gerne früh ins Bett gehst so wie wir, gerne nachmachen!

Generell findet man in der ganzen Stadt verteilt Gaudi-Gebäude, allesamt sehr beeindruckend weil Gaudi sich bei seiner Architektur von der Natur leiten ließ. So erkennt man viele Wellen, baumähnliche Strukturen außergewöhnliche Fassaden.

 

  1. Durchschnittsalter ~ 30?

okok…das scheint jetzt vielleicht ein seltsamer Punkt zu sein…und meinen Nachforschungen zufolge scheint dieser Punkt vielleicht nur eine subjektive Wahrnehmung zu sein….aber:

Barcelona wirkt wie eine extrem junge, hippe Stadt mit vielen aufgeschlossenen und stylischen Menschen. Vom Style-faktor mal abgesehen hab ich mich erkundigt wie das Durchschnittsalter in Barcelona gegenüber unserer Heimatstadt ist.

Es ist zwar gerade mal um 1,5 Jahre niedriger, dafür ist die Bevölkerungsdichte in Barcelona mit 720 Einwohnern pro Quadratkilometer im Gegensatz zur Kernzone Klagenfurt mit 287 weit drüber, also insgesamt trotzdem mehr junge Menschen auf der Straße! Und das macht was mit der Stimmung. Party!

 

  1. Umweltbewusstsein, check!

Recyclingbehälter an wirklich jeder Ecke, kein Papier oder Plastik auf der Straße und in zumindest 2 von 3 Restaurants bekamen wir Strohhalme aus Papier zu unseren Drinks, wie toll ist das? Obst und Gemüse in den kleinen Geschäften neben der Straße habe ich ausnahmslos unverpackt gesehen und generell hat man das Gefühl beim Essen gehen, es wird zunehmend auf Nachhaltigkeit und Bewusstsein für die Umwelt geachtet. Mensch macht mich das glücklich!

 

  1. Keine streunenden Tiere auf den Straßen

Mag für den einen oder anderen nicht ausschlagegeben sein, für mich aber schon. Die Menschen in Barcelona lieben ihre Hunde, und was haben die viele Hunde!

Aber jeder hat ein Herrchen, wir haben kein einziges streunendes Tier gesehen, weder Hund noch Katz (Vögel dürfen herrlifrei herumfliegen, gott sei dank).

Jetzt mag das so klingen als würde ich keine Tiere mögen, doch das Gegenteil ist der Fall! Wer mich kennt weiß, ich bin die erste die alle herumlaufenden Katzen mit Liebe und am liebsten noch mit Futter versorgt, aber ganz ehrlich: keine Streuner bedeutet, die Leute haben die Situation wunderbar im Griff.

Es gibt also keine verwahrlosten Tiere die sich grenzenlos vermehren und in einer Stadt umherirren, und ich finde das großartig! Die Hundebesitzer könnten aber durchaus mehr darauf achten die Straßen sauber zu halten – was es damit auf sich hat lest ihr in Stefans Artikel.

 

  1. Pulsierende europäische Großstadt zu moderatem Preis

Man geht ja immer gerne davon aus, dass in einer Stadt wie Barcelona, in die jedes Jahr rund 27 Millionen (!) Touris reisen, gerade in den beliebten Ecken die Preise gehoben werden. Das mag vielleicht sogar stimmen, doch wenn man wie wir aus dem deutschsprachigen Raum kommt wird man bemerken, dass die Preise in Barcelona durchaus mit denen bei uns zu vergleichen sind.

Eines ist sicher, Hotels sind teuer! Wir haben für ein Doppelzimmer mit Etagenbad für 4 Nächte 265 Euro bezahlt, das war eine der günstigsten Varianten wenn man nicht in einem Mehrbettzimmer übernachten möchte.

Aber wenn es ums Essen und Trinken geht, erlebt ihr unserer Erfahrung nach keine bösen Überraschungen. Wir haben nicht darauf geachtet was die Gerichte kosten als wir sie bestellt haben, und haben immer zwischen 12 und 25 Euro pro Peron bezahlt, je nachdem wieviele Gänge und ob noch Wein dazu kam. Wir finden das in Ordnung, und:

Preis/Leistung stimmt hier einfach. Enjoy!

 

  1. Ohne spanisch durch Barcelona? No problemo

Ich war beeindruckt, wie gut die Menschen englisch sprechen konnten. Ob junge Kellner in eher touristischen Gegenden, Busfahrer oder Shopverkäufer, man konnte sich mit allen spielend leicht verständigen. Ein großes Glück für Touristen, solange sie selbst gut englisch sprechen 😉 Über ein freundliches „buenos dias“ oder „muchas gracias“ freuen sich die Einwohner aber sehr, und das gehört wohl auch zum guten Ton eines jeden Reisenden.

 

  1. Sicherheit

Im Vorhinein haben mir viele Bekannte davon erzählt, dass ich in Barcelona ganz besonders auf meine Tasche achten muss weil viel geklaut wird. Das mag zwar stimmen, ich hatte aber in keinem Moment das Gefühl nicht sicher zu sein. Ich hatte eine kleine Umhängetasche mit die ich vor mir am Körper trug, und zu keinem Zeitpunkt fühlte ich mich beobachtet oder in Gefahr, auch nicht Nachts. Es ist sicher klug deine Wertsachen nahe bei dir zu tragen und Dokumente im Hotelsafe zu verstauen, aber lass dir keine Angst machen und versuch den Menschen mit Vertrauen zu begegnen, so macht reisen sowieso mehr Spaß 🙂

 

  1. Es grünt so grün, und wir lieben es.

Kaum zu glauben, aber diese Großstadt ist die grünste die wir je gesehen haben. An allen Ecken und Enden befinden sich Palmen und andere Bäume und Büsche. Außerdem gibt es sehr viele Parks in denen man picknicken und sich entspannen darf, und das nützen die Bewohner und Besucher durchaus.

Durch die viele grünen Parks und die Strandnähe bekommt die Stadt ein Flair, in dem wir uns durchaus vorstellen können auch länger zu bleiben.

Großstadt + Natur = hell yeah!

 

  1. Wärme das ganze Jahr über…

…und das nur 2 Flugstunden entfernt! Wir hatten im Mai 4 Tage lang zwischen 20 und 26 Grad, einfach herrlich. Die Klimatabelle Barcelonas sagt uns, dass das Thermometer selbst im Winter im Schnitt nicht unter 8 oder 9 Grad Celsius geht, und zwischen April und Oktober gibt es Durchschnittstemperaturen von teilweise weit über 20 Grad. 10- 15 Sonnenstunden pro Tag versprechen außerdem Vitamin- D Produktion bis zum Abwinken, Glücksgefühle sind also vorprogrammiert.

Worauf wartest du noch? Ab nach Barcelona!

Sag uns in den Kommentaren wie dir dieser Artikel gefallen hat und schick uns gerne deine Vorschläge für Blogartikel und Destinationen!

love, Julia

 

2 Comments

  • Christine

    Ich finde den Artikel ganz toll, nachdem ich auch bald nach Barcelona möchte gibt er mir auf alle Fälle ein paar gute Inputs. Seid ihr auch außerhalb der “Kernzone” gewesen, ich habe gehört da soll es auch sehr schön sein und weniger touristisch?

    • Julia

      Danke Christine, ja wir waren auch etwas außerhalb. Der Stadtteil ist nördlich in den Hügeln von Barcelona und hieß Sarria. Touristen haben wir dort keine gesehen, dementsprechend ruhig war es auch. Wir sind mit dem Hop on hop off Bus dorthin gefahren und haben dann auf dem großen Platz vor der Kirche Tapas gegessen und dann gleich gegenüber noch bei Foix de Sarria Nachspeise und Kaffee. Im Nachhinein haben wir dann raus gefunden dass das anscheinend eine der besten Adressen für Kuchen in Barcelona ist und schon seit 1886 besteht. Also Daumen hoch wenn du mal den Touristenströmen entkommen willst. Englisch konnte in den “Bergen” nur keiner mehr 😉

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