Adams Peak Sonnenuntergang
Reiseblog

Kultur und UFO Geschichten aus Sri Lanka – Reisebericht und Tipps zum Geld sparen

In diesem Artikel möchte ich dich auf eine Reise in Sri Lanka´s Kultur mitnehmen, unerklärte Phänomene beschreiben und unsere Erfahrung und Gedanken dazu teilen. In den letzten Wochen haben wir uns bewusst dazu entschlossen nicht alle Top-Touristenattraktionen Sri Lankas zu besuchen, sondern mal wieder unseren eigenen Weg zu gehen. Es hat sich gelohnt. Wenn dich unsere Insidertipps für deinen nächsten Sri Lanka Besuch interessieren dann lies weiter.

Adams Peak und der Fußabdruck Buddhas

Warum sich 80 jährige Menschen über 5.500 Stufen auf einen heiligen Berg hinauf quälen?

Ganz einfach, weil es ihnen wichtig ist und weil die kurzfristigen Schmerzen sie nicht davon abhalten können sich spirituell weiterzuentwickeln. Buddhisten glauben daran dass je größer die Anstrengung, desto größer die Vergebung der Sünden. Genau das passiert jeden Tag am Adams Peak, einem der heiligsten Berge für Buddhisten.

Wie du den Touristenmassen am Adams Peak entkommst

Wann, wie und ob wir überhaupt auf den Adams Peak steigen sollten stand lange in den Sternen weil die Vorzeichen nicht gerade gut waren. Wie ihr auf den Fotos seht haben wir uns aber schlussendlich doch dafür entschieden und es hat sich ausgezahlt. Der Adams Peak ist ein heiliger Berg, und so ist es die Pflicht eines jeden Buddhisten, so sagt man hier zumindest, einmal im Leben den Gipfel zu erklimmen, auf dem angeblich der Fußabdruck Buddhas in einem Stein verewigt ist. Dementsprechend groß ist auch der Ansturm auf den Berg, besonders an Wochenenden und zu Vollmond in der Hauptsaison zwischen Dezember und Mai. In unserem Fall haben wir uns zufällig genau einen Vollmondtag/Nacht am Wochenende in der Pilger-Hauptsaison ausgesucht. Die Chancen standen also gut dass wir den Gipfel nie erreichen würden weil sich bis zu 20.000 Menschen die 5.500 Stufen auf den 2.200 Meter hohen Berg “quälen” würden. Daher änderten wir unseren Plan und stiegen nicht zum Sonnenaufgang auf, sondern Nachmittags um gegen 18:00 zum Sonnenuntergang am Gipfel zu sein. Unsere Idee es genau gegenteilig zu den meisten anderen “Wanderern” zu machen hat sich bezahlt gemacht. Die Atmosphäre am Gipfel, der Sonnenuntergang, die Energie der Menschen und die Spiritualität die diesen Ort so besonders macht hat uns im Herzen berührt. Auf dem Weg nach oben waren wir bis auf vier weitere westliche Touristen die Einzigen, und die Einheimischen hatten sichtlich Spaß uns zu beobachteten wie wir mit Wanderschuhen und Rucksack die steilen Stufen nach oben kletterten.

Flipflops zum Wandern

Die Einheimischen kraxeln lieber in Flipflops, singen Gebete auf dem Weg, verteilen selbstgemachte Köstlichkeiten wie die Kokoskugeln die auf den Bildern zu sehen sind. Sie lassen sich Zeit den Gipfel zu erreichen, bei vielen Einheimischen dauert der Aufstieg um ein Vielfaches länger als bei uns. Das liegt nicht nur am Schuhwerk, sondern oftmals am Alter. Wir sind hunderten Pensionisten im Alter jenseits der 70 begegnet und genauso vielen Familien mit kleinen Kindern, die vielleicht 4-5 Jahre alt waren. Wahnsinn, so viel Eis oder Süßigkeiten hätte es auf der Welt gar nicht gegeben dass mich jemand in dem Alter 1000 Höhenmeter über teilweise kniehohe Stufen nach oben bringt. Wir waren beeindruckt mit welcher Ruhe und Gelassenheit sowohl alte als auch junge Menschen sich diesen Strapazen des spirituellen Erlebnisses wegen stellten. Der Aufstieg war zwar schweißtreibend, doch die ganzen Stufen wieder abwärts zu gehen waren definitiv herausfordernder und so zitterten auch uns am Ende etwas die Beine.

Fakten zum Adams Peak

Der Adams Peak ist bekannt für den Sri Pada (Singhalesisch: ශ්‍රී පාදය Śrī Pādaya [ˌɕriː ˈpaːd̪əjə], aus dem Sanskrit für „heiliger Fuß“), eine Vertiefung in einem Felsen nahe seinem Gipfel, die von den einen als Fußabdruck des Buddha, von anderen als der des Gottes Shiva oder wiederum von anderen als der von Adam gedeutet wird. Wegen seiner religiösen Bedeutung ist der Adam’s Peak der bekannteste, wenn auch nicht der höchste Berg Sri Lankas (dies ist der Pidurutalagala). Der Gipfel liegt auf 2243m Höhe.

 

Sigiriya Rock – einst Festung und Hauptstadt Sri Lankas

Sigiriya Rock ist ein 200m hoher Monolith der mitten im Dschungel thront und um den sich viele Geschichten und Mythen im Laufe der Jahrtausende bildeten. Der Gipfel des Felsens ist scheinbar wie abgeschnitten und bildet daher ein Plateau mit atemberaubendem Ausblick auf den tropischen Wald darunter. Rund um den Felsen und in den Wäldern findet man weitere große Gesteinsbrocken auf denen sich Affenfamilien angesiedelt haben und tausende bunte Vögel und Eidechsen die die Regenwald typische Geräuschkulisse erzeugen. Geschichtlich gesehen war Sigiriya einst sogar Sri Lankas Hauptstadt als König Kassapa zuvor seinen Vater ermorden ließ und dann seinen Halbbruder und rechtmäßigen Thronfolger Moggallana ins Exil nach Indien vertrieb. In dieser Zeit wurde die Kuppe des Felsens als Festung und Stadt genützt mit elichen Wassersystemen und Wasserspeichern die heute, hunderte Jahre später, immer noch in Takt sind und Wasser speichern. Letzte Verwendung fand der Felsen wohl als Buddhistisches Kloster bevor heute nur noch Ruinen zu sehen sind und Touristen sich durch den früheren Lustgarten und über die steilen Stufen, durch das Löwentor, nach oben auf das Plateau steigen.

Touristen bezahlen das 50 Fache für den Eintritt

Wir waren anfangs zwar skeptisch ob sich die komplett überzogenen 25€ pro Person für den Felsen auszahlen würden, sind im Nachhinein aber froh den Ort besucht zu haben. Trotzdem sind wir der Meinung dass man als Tourist in Sri Lanka leider oft das Gefühl bekommt eine Weihnachtsgans zu sein und ständig ein Vielfaches bezahlen muss. Einheimische zahlen für den Sigiriya Rock zum Beispiel nur 0,50 Cent. In manchen Tempeln geht es angeblich ähnlich zu, sodass wir diese vermieden haben.

Unerklärliche Phänomene und Aliengeschichten aus Sigiriya

Rätselhaft für viele Forscher bleiben jedoch einige Funde rund um den Lions Rock. Auf dem Areal findet man seltsam bearbeitete Felsen, quaderförmige „Ausschnitte“ aus großen Felsbrocken die zu hunderten sichtbar sind. Wofür diese Ausfurchungen sein sollen wissen Archäologen nicht und so ranken sich Mythen darum, genauso wie um die Höhlenmalereien, die fliegende Menschen abbilden. Angeblich wurde der Felsen mit Hilfe von Göttern aus dem Himmel dorthin gebracht wo er heute steht und in den Aussparungen in den Felsen wurden früher Diamanten gesetzt um eine Art glitzernde Landebahn für UFOs zu sein. Manche glauben auch dass die Vielzahl an Diamanten dazu gedient haben könnten um die Sonne zu reflektieren und so einen Laserstrahl zu erzeugen um beispielsweise Stein zu schneiden.

 

Buddhas Spuren in Anuradhapura

Nachdem wir eine Nacht in der Nähe des Sigiriya Rocks verbracht haben ging es per Bus und Tuktuk 80 km weiter in den Norden. Dort wartete ein weiterer mystischer Ort Namens Anuradhapura auf uns. Die Stadt Anuradhapura war einst die neuntgrößte Stadt der Welt und gilt als die Wiege de singhalesischen Theravada-Buddhismus. Mittlerweile ist sie UNESCO Weltkulturerbe und neben dem Adams Peak ein weiterer wichtiger Anlaufpunkt für Pilger. Eigentlich ist der Sri Mahabodhi Baum die Top Sehenswürdigkeit in Anuradhapura. Dieser Baum ist einer der ältesten dokumentierten Bäume der Welt und entstammt ursprünglich aus einem Zweig jenes Baumes unter dem Buddha in Nordindien seine Erleuchtung erlangt haben sollte. Der Baum ist über 2300 Jahre alt.

Stargate von Anuradhapura – ein Tor zu anderen Dimensionen?

Uns zog aber ein weit weniger bekannter Stein nach Anuradhapura. Versteckt im Park Ran Masu Uyana (Goldfishpark) findet man das Stargate von Anuradhapura, das Archäologen vor ein Rätsel stellt. Ein archäologischer Report aus 1911 kommt zu dem Ergebnis, dass die kreisförmigen und quadratischen Anordnungen, sowie Zeichnungen von Meerestieren die älteste Karte der Welt darstellen und über 6000 Jahre alt sein muss. Somit wäre die Felszeichnung älter als die Pyramiden in Ägypten und Stonehenge.

Alienforscher glauben, dass dies ein Sternentor einer alten verlorenen Zivilisation ist und als Portal in andere Dimensionen fungiert. Ähnliche Sternentore wurden in Peru, in der Nähe des Titicacasees und im Abu Sir Pyramiden Komplex gefunden.

Julias Wahrnehmung des Stargates

Laut Einheimischen und laut Messungen strahlt das Stargate elektromagnetische Strahlung ab, aber nur zu gewissen Zeiten. Julia konnte diese Strahlung auch spüren so wie sie auch auf Batterien, Magneten oder andere elektromagnetische Geräte sensibel reagiert. Sie beschrieb das Gefühl wie lähmenden Treibsand der es ihr zuerst nur schwer ermöglichte nahe an das Stargate heranzugehen. Erst nach einigen Minuten konnte sie sich vor dem Stein hinsetzen. Ihr wurde sogar leicht übel und sie hatte weiterhin das Gefühl als ob sie langsam Energie verlieren würde und immer schwerfälliger wird je länger sie vor dem Felsen sitzt. Interessant war es auch die selben Ausfurchungen in den Steinen rund um das Stargate zu finden wie wir schon in Sigiriya gesehen haben. Auch hier gibt es keine offiziellen Erklärungen dafür und es bleibt weiterhin ein Rätsel. Wenn du dich für dieses Thema genauer interessierst, findest du online und auf Youtube einige Videos und Berichte dazu.

Es sind genau diese außergewöhnlichen Geschichten, Begegnungen und Erlebnisse die das Reisen für mich so wunderbar faszinierend machen.

Reichtum bedeutet für mich auch einen Schatz an Geschichten zu besitzen die mich lächelnd irgendwann auf mein Leben zurück blicken lassen und ich mit denjenigen teilen kann, die sich dafür interessieren.

 

Tipps für deinen nächsten Urlaub um entspannter und günstiger zu reisen

Abschließend würde ich dir für deine nächste Urlaubsrecherche noch folgendes empfehlen. Schau dir in Foren und Beiträgen die populärsten Touren, Routen und Stoßzeiten an und mach es dann genau umgekehrt wie es alle empfehlen. So haben wir uns zum Beispiel dazu entschlossen erst im Februar in Sri Lanka zu sein, wenn die Hauptsaison schon etwas ausklingt. Ebenso haben wir die bekannte Rundreiseroute durch das Land gegen den Uhrzeigersinn geplant und im Süden gestartet statt im Norden, wie die meisten anderen Touristen. Dadurch waren die Züge und Busse weniger voll. Ebenso hat es sich ausgezahlt Adams Peak nicht zum Sonnenaufgang sondern zum Sonnenuntergang zu besteigen, viele bekannte überteuerte Tempelanlagen auszulassen, den Bus und den Zug zu nehmen statt privaten Chauffeuren und viel „local food“ zu essen statt in überteuerten Touristenrestaurants. Wie sich diese Tipps auf unser Reisebudget in Sri Lanka ausgewirkt haben schreibt Julia in einem unserer nächsten Beiträge.

Bis zum nächsten Abenteuer, Stefan

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