Kleiderschrank KonMari
Blogposts,  Inspiration

Mit der KonMari-Methode den Kleiderschrank aufräumen, ich hab´s getestet.

Marie Kondo ist eine japanische Beraterin und ist mit ihrer Methode aufzuräumen, der sogenannten KonMari Methode, weltweit berühmt geworden. Zum ersten Mal davon gehört habe ich vor ungefähr zwei Jahren, als eine Freundin ihre gesamt Wohnung nach diesem Prinzip „ausgemistet“ hat.

Was ausmisten eigentlich für ein grausliches Wort ist. Sagen wir aussortiert. Ja, das ist besser.

Die KonMari-Methode besagt, dass man nur Dinge behalten soll die man liebt. Sie sieht dafür mehrere Kategorien vor die man nach ihrer Methode in folgender Reihenfolge behandelt : Kleidung, Bücher, Papier, Kleinkram, Erinnerungsstücke. Bleiben wir der Einfachheit halber für diesen Artikel beim Beispiel des Kleiderschranks. Aber wer weiß, wenn es mir gefällt, darf gerne die ganze Wohnung so aufgeräumt werden.

 

Der Vorgang ist wie folgt:

Hol jedes Kleidungsstück dass du hast aus deinen Schränken (Ja, bei mir ist das ein plural, bei dir etwa nicht?) und lege alles zusammen an einen Ort. Das ist wichtig, um ein „Schockerlebnis“herbeizuführen. So siehst du auf einen Blick, wieviel du eigentlich besitzt. Vor allem wenn wir unsere Kleidung an verschiedenen Orten aufbewahren, wie ich es tue, verliert man im Alltag gerne den Überblick über die tatsächliche Menge. Dann nimm jedes einzelne Kleidungsstück in die Hand, fühle es, sieh es dir an und frag dich:

 

Stell dir unbedingt diese Frage

“Macht es mir Freude?” Ist die Antwort auf diese Frage >Nein<, bedanke dich bei diesem Stück und lege es beiseite. Ist die Antwort deutlich >Ja<, behalte es und lege es auf die andere Seite. Ich finde die Idee schön sich bei Kleidung zu bedanken bevor man sie weggibt. Schließlich hat man sie im besten Fall oft getragen. Sie hat dich warm gehalten oder war funktional, mehr oder weniger bequem. Vielleicht hast du es nie getragen und wird verschenkt, vielleicht trennst du dich auch von einem deiner Lieblingsstücke weil es durchlöchert und aufgetragen ist. Da kann man sich schonmal bedanken, Dankbarkeit macht nämlich auch Freude. Es geht darum herauszufinden was man behalten möchte, nicht darum was man loswerden muss. Was für ein schöner Gedanke. Du behältst nur was du liebst und dir Freude macht.

 

Ist die KonMari-Methode nur etwas für Klamottenhorter und Viel-Shopper?

Wer mich kennt weiß, ich bin kein „Shopaholic“. Ich shoppe nicht gerne und horte auch keine Kleidung. Ich bin die Sorte Mensch, die zwei Mal im Jahr wenn sie etwas braucht im selben Versandhaus wie immer eine große Ladung Klamotten in verschiedenen Größen bestellt, gefühlte 3 Stücke behält und den Rest zurückschickt. Bei langen Shoppingtouren habe ich schnell die Nase voll und in großen Kaufhäsern setzt unwillkürlich Reizüberflutung ein. Ja, so bin ich. Außerdem besitze ich kaum Schuhe, geschweige denn Schmuck oder Handtaschen. Und TROTZDEM habe ich Schränke voll von Zeug.

Wie ist das überhaupt möglich?

Keine Antwort. Dinge sammeln sich einfach an. Wie auch immer. KonMari hab ich noch nie gemacht, also los geht’s.

Ich war SCHOCKIERT als ich meine gesamte Kleidung auf einen Haufen geworfen habe… mit so einem großen Haufen habe ich wirklich nicht gerechnet. Bevor ich mit diesem Projekt anfing dachte ich, dass wird in 1-2 Stunden erledigt sein. Hahaha!

 

Ich nehme also jedes Kleidungsstück in die Hand und bemerke dass da richtig viel ist, dass ich seit unserem Umzug vor zwei Jahren nicht 1 mal anhatte. Da sind nagelneue Sachen dabei, richtig klischeehaft, mit dem Etikett noch dran.

Ich habe auch Klamotten gefunden die ich schon ganz vergessen hatte und gleich am nächsten Tag trug, so kann es auch gehen! Insgesamt ein wirklich augenöffnendes Erlebnis, wenn man den Mut hat die KonMari-Methode durchzuziehen. Ich ließ ALLES gehen, was mir keine wahre Freude entlockte. Wir haben alle dieses eine Stück dass zwar herrlich aussieht, aber schweine-unbequem ist und wir deshalb nie anziehen. Oder diese Jean die zwickt und zwackt. Oder ein alter Pullover den man seit 10 Jahren hat, der aber offensichtlich ausgedient hat. Diese Sachen durften alle gehen, nachdem ich mich bei ihnen bedankt hatte.

 

 

Tipp! Tauschparty statt Shoppen gehen

Ich mache das mit meinen Freundinnen schon seit Jahren so. Es macht Spaß, stärkt die Freundschaft und man spart Geld. Jedes Mal wenn ich oder eine Freundin, im besten Fall gleichzeitig, unsere Kleiderschränke aufräumen und aussortieren, treffen wir uns für eine Tauschparty. Die eine schaut die Kleidung der anderen durch und nimmt sich was ihr gefällt oder sie braucht. Das macht unglaublich viel Spaß und ist sinnvoll. Was übrig bleibt kann man verkaufen, auf willhaben oder shpock verschenken oder zur Altkleidersammlung geben.

 

 

 

Das Resultat der KonMari-Methode? Du fühlst dich 10 Kilo leichter.

Kleiderschrank KonMariAls ich meinen Kleiderschrank wieder einräumte, war geschätzt etwas mehr als ein Drittel in Säcke gepackt, und mein Schrank kann sich wirklich sehen lassen. Ich habe Ordnung, und es ist das allergeilste Gefühl zu wissen dass du nur Kleidung in deinem Schrank hast die du wirklich liebst und gerne anziehst. Wieviel Zeit du dir in Zukunfst beim anziehen sparst! Klar, die Auswahl ist begrenzter, aber ich sehe alles auf einen Blick. Und wo weniger Auswahl ist, da ist weniger Entscheidungskraft nötig. Ich liebe dieses befreiende Gefühl, es ist wie Platz schaffen im Kopf.

Und ja, das ist tatsächlich meine gesamte day-to-day Kleidung. Sportsachen, schöne Kleider und Blazer oder Mäntel haben ihren eigenen Platz.

 

 

 

 

Minimalismus

Platz schaffen im Kopf…wie wundervoll.

Stefan und ich versuchen diesen Vorgang nicht nur im Kleiderschrank in Gang zu setzen, sondern generell so gut es geht in unserem ganzen Leben. Wir haben die Erfahrung gemacht dass wir uns besser auf unsere Arbeit und Projekte (und uns selbst!) konzentrieren können wenn weitestgehend banale Entscheidungsprozesse im Alltag minimiert werden.

In unserer Wohnung ist es gemütlich, aber es gibt kaum „Zeug“ (übermäßig Dekoration, 4000 Kulis, Zeitungen oder alte Schulhefte, die kein Mensch mehr benötigt). Was wir nicht brauchen, wird verschenkt oder entfernt. Sogar unser Keller dient als Fitnesscenter, weil wir nichts haben was wir hineinstellen müssten. Einfach großartig!

Wir sind wohl kaum Minimalisten, zumindest noch nicht. Aber der Gedanke daran gefällt uns sehr gut, und nächstes Jahr werden wir wohl keine andere Wahl mehr haben, denn mit einem 60 Liter Rucksack auf eine Weltreise unbestimmten Ausmaßes zu gehen hat Minimalismus auf dem Deckel stehen. Und wir freuen uns darauf.

Übrigens! Auf unserer InstagramSeite @soulmatesafari findest du in den gespeicherten Stories meine gesamte Erfahrung mit der KonMari-Methode und kannst sehen, wie mir meine Katze dabei geholfen hat.

Hast du schon Erfahrung mit Minimalismus oder der KonMari-Methode? Lass es uns wissen!

Love, Julia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.