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Müde bin ich geh zur Ruh – ich brauch Ohropax und du?

Im letzten Artikel hab ich dir versprochen übers Schlafen zu schreiben. Das ist ja langweilig denkst du dir jetzt wahrscheinlich. Lies trotzdem weiter, ich garantiere dir du wirst heute mit einem Lächeln im Gesicht ins Bett gehen und Dankbar sein, dass du keine Ohropax zum Schlafen brauchst.

 

Du glaubst garnicht was Nachts alles Lärm erzeugen kann

Ich wusste gar nicht mehr was mich alles vom Schlafen abhalten kann. Ich bis es von zuhause gewohnt in absoluter Dunkelheit, auf einer bequemen Matratze, ausreichend langen Decken und ziemlicher Stille zu schlafen. Du wahrscheinlich auch, wenn du nicht gerade in einem Wiener Altbau an der Tangente wohnst. Jedenfalls hab ich mir in den letzten Tagen öfters mal Autolärm gewünscht, nur so zur Abwechslung und weil bei uns weniger bis garnicht gehupt wird. Das was wir hier zu hören bekamen war definitv nerviger als jeder Straßenlärm.

 

Checkliste

Ich mach dir eine kurze Checkliste die du gedanklich abhaken kannst wenn etwas zutrifft und wenn du 0-1 Punkte sammelst dann solltest du am Morgen erholt aufwachen. Wenn nicht dann rate ich dir zu Meditation und Busfahren in Sri Lanka. Wenn du dich fragst wie das zusammenpasst dann lies hier meinen vorherigen Artikel.

 

Lärm und Geräusche sind per Definition keine Töne und deshalb nerven sie so sehr. Was wir alles gehört haben fragst du dich nun?

  • Straßenhunde die im angrenzenden Urwald Wildschweine jagen
  • Schief gesungene Muezzin Gebete, pünktlich zwischen 5:00 und 6:00 morgens für genau eine Stunde
  • Eine laut surrende Wasserpumpe die angeht weil der Großvater, geplagt von der Inkontinents, fünfzehn Mal pro Nacht pinkeln gehen muss
  • Gekkos die sich über dem Bett hinter dem Bild verstecken und zu „quaken“ beginnen.
  • Buddhistische Festivals die morgens um 5:00 starten und bis 23:00 party machen
  • Tuktuks die Obst, Brot und Eis liefern und um zu signalisieren dass sie in der Nähe sind „Für Elise“ in Dauerschleife abspielen, im Stile eines 90er Jahre Nokia Klingeltons, der Zahnschmerzen verursacht.
  • Zu guter Letzt noch Busse die, in dem Versuch nicht noch mehr Menschen zu überfahren, bei jedem Überholmanöver dreimal laut hupen.

 

Obwohl wir nicht genau wussten welche unterschiedlichen Geräuschkulissen uns erwarten werden war uns schon im Vorfeld bewusst dass es lauter wird als zu Hause und deshalb haben wir vorgesorgt. Unsere besten Freunde, die aber mit Vorsicht zu genießen sind, sind in den letzten Wochen Ohropax geworden. Mit Vorsicht deshalb weil du, wenn du so wie wir hier mit dem Bus fährst, ziemlich dreckige Ohren bekommst. Das in Kombination mit Ohropax über Nacht ergibt ein ideales Feuchtgebiet und Brutkasten für Entzündungen im Gehörgang. Und damit schläft es sich dann schon mal überhaupt gar nicht gut wie du dir vorstellen kannst.

 

Entspannung, Yoga und Mediation in der Nähe von Kandy

Momentan sitze ich gerade in der Nähe von Kandy, etwas außerhalb der Stadt und überblicke den Wald der Knuckles Region und einen nahegelegenen See. Was ich hier höre ist lediglich der Wind der durch die Blätter pfeift und Nachts herrscht hier Stille. Um uns zu entspannen, durchzuatmen und wieder etwas mehr in Balance zurück zu schaukeln, können wir hier im „Welikande Yoga Retreat“ Trekking Touren zu wundervollen Wasserfällen erleben, dreimal am Tag Yoga und Meditation üben und uns wunderbar bekochen lassen. In dieser Gegend gibt es keine Hotels und wenn ich meinen Blick über das Tal schweifen lasse sehe ich in der Ferne nur wenige Hütten von Einheimischen, Palmen die ab ca. 900m Seehöhe in Nadel und Mischwald übergehen einen Adler der sich den Aufwind zu Nutzen macht und Wolken die langsam, wie eine weiße Kuscheldecke, über die Berghänge hereinziehen. So kommt diese Gegend auch zu ihrem Namen „misty mountains“ – „wolkige Berge“

 

Guter Schlaf ist für mich ganz essentiell um mich wohl zu fühlen und den Tag genießen zu können. Ich bin froh dass wir noch eine Nacht hier sind bevor es weiter in den Norden geht, wo wir uns Sigiriya Rock und Anuradhapura ansehen werden und ich dann meine Eindrücke über die Menschen und ihre Kultur in Sri Lanka beschreiben möchte.

 

Ich wünsche eine gute und vor allem ruhige Nacht.

 

Bis dann, Stefan

One Comment

  • Ingeborg

    Der Mensch ist ein “Gewohnheitstier “und tappt deshalb leicht in die Falle. Nämlich dann,wenn er die natürliche
    Balance außer Augen verliert und somit sein seelisches als auch das körperliche Gleichgewicht kippen-In Folge rächt sich dann der Körper .

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