Selbstliebe
Inspiration

Wie mich der Tod meines Vaters mehr Selbstliebe gelehrt hat.

Selbstliebe – die allumfassende Annahme seiner selbst um mehr Glück zu erfahren

Kennst du das Gefühl morgens aufzuwachen und dich leer zu fühlen? Dein ganzes Leben fühlt sich an wie ein Krampf und du bist verzweifelt und unglücklich? Du könntest kotzen wenn du an deinen langweiligen Job denkst und deine Arbeitskollegen die dich zu Tode nerven? Du hast Tränen in den Augen, weil dich dein Partner nicht gut behandelt und du sie oder ihn eigentlich verlassen möchtest. Eigentlich würdest du gerne dein ganzes Leben wieder zurückschicken wie ein falsch geliefertes Paket, um dir im Anschluss ein neues, besseres und schöneres Leben auszusuchen? „Ja, das wäre toll, dann würde es mir gut gehen und dann wäre ich glücklich“- denkst du jetzt vielleicht. >Zurück an den Absender< würdest du auf das Paket schreiben. Zurück an denjenigen der dir alles eingebrockt hat?

 

Aber wer hat dir eigentlich alles eingebrockt? Wer hat alle deine Entscheidungen im Leben getroffen? Richtig, du selbst warst es. Was nun?

 

Ich kenne diese Traurigkeit und Verzweiflung und möchte dir erzählen was mir geholfen hat um mehr Selbstliebe zu entwickeln, vielleicht hilft es dir ja auch.

 

Es gab eine Zeit in meinem Leben, als ich 20 war und wirklich unglücklich, da spürte ich dass ich eine Veränderung brauchte, nur wusste ich nicht welche. Es war kurz nachdem mein Vater gestorben war und ich in einem Studium festsaß das mir keine Freude bereitete und keine positive Perspektive für die Zukunft versprach. Ich machte die Umstände dafür verantwortlich dass es mir so schlecht ging. Ich suchte die Fehler im Außen und bei Anderen, um mir selbst eine Entschuldigung zu geben warum ich lieber auf Partys ging statt zu lernen oder überhaupt zu Vorlesungen zu gehen.

Schließlich war vor kurzem mein Vater gestorben und ich hatte alle Rechte mich schlecht zu fühlen und mich in Selbstmitleid zu suhlen. Außerdem waren die Professoren schuld daran dass das Studium schlecht war und demnach sowieso sinnlos für mich. Meine damalige Freundin hat mich auch verlassen und Schuld war natürlich sie,zumindest in meinen Augen.

 

Du ziehst an was du ausstrahlst!

Ungefähr 10 Jahre später habe ich begriffen, dass niemals die Umstände dafür verantwortlich sind ob wir glücklich oder unglücklich sind, sondern wir selbst. Ich habe mich damals selbst dazu entschieden mich scheiße zu fühlen und dadurch nur noch mehr Scheiße angezogen.

You get what you wish for – so be careful.

 

So sehr wir uns manchmal Veränderung wünschen, so schwer ist es meistens eine Entscheidung zur Veränderung zu treffen. Die Mehrzahl der Menschen trifft sie nie. Unsere Komfortzone und Routinen haben uns so sehr im Griff, dass wir uns nicht verändern können oder wollen. „Es wäre auch viel zu gefährlich sich plötzlich zu verändern“, sagt dir dein Unterbewusstsein. Wir haben solche Angst vor dem Unbekannten und lassen deshalb oft unsere größten Träume wie Seifenblasen zerplatzen, bloß um nicht das Gewohnte aufgeben zu müssen.

 

Selbstliebe ist der Schlüssel zu deinem Glück – IMMER

Wenn wir einmal nicht glücklich sind fällt es uns leicht zu sagen: „Weil meine Freundin oder mein Freund mich nicht gut behandelt bin ich unglücklich“, „Ich hasse meinen Job weil mich mein Chef nicht wertschätzt“ oder „Wenn du das und das für mich machst dann bin ich glücklich und zufrieden. „

 

Hast du dich lieb wenn du in den Spiegel schaust?

Klar hat jeder einmal einen schlechten Tag an dem wir morgens aufwachen und alles ist scheiße. Logisch dass wir manchmal in den Spiegel schauen und unzufrieden sind mit dem was wir sehen. Lächle trotzdem in den Spiegel und beantworte dir die eine Frage: Hab ich mich selbst lieb? Wenn ja warum? Wenn nein, warum nicht? Und was kann ich daran langsam und Stück für Stück ändern?

 

In welchen Lebensbereichen sind die meisten von uns unglücklich?

In Gesprächen erfahre ich immer wieder dass viele entweder in Ihrer Partnerschaft nicht glücklich sind, oder sich Veränderung im Job wünschen. Auf diese zwei Bereiche möchte ich kurz näher eingehen, weil ich mir selbst natürlich auch viele Gedanken darüber mache.

 

Was soll ich tun wenn ich unglücklich in meiner Partnerschaft bin?

Selbstliebe – Wenn du die Liebe deines Lebens suchst dann schau in den Spiegel.

Kein Mensch wird dich glücklicher machen als du jetzt schon bist. Vielleicht kurzfristig, wenn die Schmetterlinge im Bauch zu einem Gefühlschaos führen. Aber wenn du dein Glück von einer anderen Person abhängig machst, egal ob Partner, Kinder oder Freunde, überträgst du unbewusst enorm viel Druck auf diesen Menschen, weil er oder sie dich natürlich nicht enttäuschen will. Dieser Druck kann extrem lähmend und destruktiv sein, weil eine Abhängigkeit entsteht in der die vordergründige Emotion nicht Liebe ist, sondern Angst. In der Angst reagieren wir bloß, statt zu agieren und zu gestalten.

 

Druck führt immer zu Gegendruck – befreie dich von der Abhängigkeit

Es ist wahnsinnig befreiend zu wissen und zu spüren, dass dich kein Mensch braucht um selbst glücklich zu sein. Nicht dein Ehepartner, nicht deine Kinder, nicht deine Verwandten, Niemand. Besonders deine Kinder werden es dir ihr Leben lang danken wenn du Sie spüren lässt, dass sie ihr eigenes Leben leben dürfen, du sie immer lieben wirst egal was sie machen und du deshalb nicht unglücklich bist. Ich habe selbst zwar keine Kinder, aber ich habe es erlebt wie es sich anfühlt wenn der Druck abfällt deinen Eltern etwas beweisen zu müssen.

 

Wirklich zu lieben heißt auch loslassen zu können

Was ich an meiner Mama am meisten schätze und liebe ist, dass sie mich immer selbst entscheiden lies und jeder meiner Entscheidungen vertraut hat. Als ich mich vor 10 Jahren schließlich ein wenig aus meinem Selbstmitleid „rausgewurschtelt“ habe und mich dazu entschlossen habe das Studium abzubrechen um 4 Monate nach China zu gehen, hat sie mich zu hundert Prozent unterstützt. Genauso als ich mich mit 21 Jahren das erste Mal selbständig gemacht habe und wusste ich muss jetzt lernen meinen eigenen Weg zu gehen. Meine Mama hat los gelassen, vertraut und mir damit unterbewusst beigebracht auf mich selbst zu vertrauen. Danke dafür Mama.

 

Selbstliebe ist keine Form von Egoismus sondern schützt auch deine Beziehung

In der Partnerschaft mit Julia ist es heute ähnlich. Wir brauchen einander nicht um als Menschen glücklich zu sein. Glücklich waren wir schon bevor wir uns kennen gelernt haben und wir waren nicht auf der Suche nach einem Partner um endlich glücklich sein zu können. Wir lieben einander so wie wir sind und lassen uns enorm viel Freiheit in der persönlichen Entwicklung. Wir unterstützen uns und machen einander besser, und ergänzen uns wo wir Schwachstellen haben. Unsere Beziehung funktioniert vielleicht deshalb so gut, weil wir uns positiv beflügeln, ohne dem Anderen das Gefühl zu geben „ich könnte nicht ohne dich leben“. Auch hier ist (Verlust) Angst ein schlechter Begleiter. Wir treffen jeden Tage die bewusste Entscheidung gemeinsam glücklich zu sein.

 

Wenn du gerne mehr zum Thema Selbstliebe hören möchtest dann schau dir mal das Youtube Video von Veit Lindau an: Für ihn ist Selbstliebe auch kein Egoismus sondern purer Umweltschutz. Hier geht’s zu Veit, der zu einer wahre Inspirationsquelle für mich geworden ist und ein Vorbild in Sachen Selbstliebe.

 

 

Was soll ich tun wenn ich unglücklich im Job bin?

„Wenn du nach Fehlern suchst, dann verwende kein Fernglas sondern schau in den Spiegel.“ Hast du schon einmal was von Mangelbewusstsein gehört? Gehörst du zu den Menschen die immer sagen sie haben keine Zeit, zu wenig Geld, zu viel um die Ohren um Sport zu machen, zu wenig Freunde, zu wenig Anerkennung, zu wenig Lebensfreude oder zu wenig Energie? Auch hier suchen die Menschen zu gerne und zu schnell die Ursache im Außen obwohl es sich lohnen würde mal kritisch in sich hinein zu hören.

 

Vielleicht hilft dir diese Übung um herauszufinden warum du unglücklich bist?

Versuche mal nur für einen kurzen Augenblick dir das Gefühl vorzustellen wirklich zu wenig Lebensfreude oder Energie zu haben. Mach das mal 1 Minute bevor du weiterliest.

 

Schau mal einfach beim Fenster raus und konzentriere dich kurz auf etwas sehr Negatives.

 

Wie fühlt sich das an? Spürst du wie schwer alles wiegt und wie dunkel die Gedanken werden. Ich spüre gerade so eine innerliche Unruhe wenn ich mich intensiv darauf konzentriere. So ein ungutes flaues Kribbeln im Bauch. Ich kenne das Gefühl aus meiner Kindheit, als ich Angst davor hatte meine Eltern und Lehrer zu enttäuschen, wenn meine Noten nicht gut genug waren. Ich fühle mich wie gelähmt und zugleich fremdbestimmt. Möchtest du das? NEIN – das will niemand, aber trotzdem passiert es so oft!

 

Ändere deine Glaubenssätze und du wirst dein Ziel erreichen

Hast du jetzt als Erwachsener vielleicht wieder so ein Gefühl im Job? Aber nicht weil es der Wahrheit entspricht sondern einfach weil folgender Satz ein normaler Glaubenssatz geworden ist. Ich bin nicht genug! Klar ist es in vielen Unternehmenskulturen so dass zu wenig gelobt wird und die Mitarbeiter sich zu wenig wertgeschätzt fühlen. Vergiss aber nicht dass auch dein Chef einmal zur Schule gegangen ist und in ihm vielleicht das gleiche Mangelprogramm oder der gleiche negative Glaubenssatz abläuft wie bei dir gerade. Sei du dann einfach mal die erfrischende Brise und lob du mal deine Kollegen, oder sogar deinen Chef. Beginne auch hier wieder damit dich selbst zu verändern und schau einfach mal was passiert, wenn du Liebe und gute Laune versprühst.

 

Die meisten Menschen heutzutage haben tatsächlich Angst vor dem Versagen, nicht geliebt zu werden, vor Fehlern und vor Unvollkommenheit. Man nennt das Atelophobie.

 

 

„Und was hat Stefan damals vor 10 Jahren gemacht um aus der Situation wieder raus zu kommen?“ fragst du dich jetzt vielleicht schon die ganze Zeit.

Ich habe zu allererst eine Entscheidung getroffen und zwar die Entscheidung für 4 Monate nach Shanghai zu gehen. Im ersten Moment hat sich das angefühlt wie davonlaufen, im zweiten Moment habe ich erkannt dass hier nur mein negativ denkendes Ich zu mir spricht. Die Erfahrungen und die Menschen die ich dort kennen lernen durfte haben mir zu tiefen Erkenntnissen geholfen wie ich mein weiteres Leben gestalten möchte. Für jeden einzelnen Moment bin ich heute dankbar und ich danke mir selbst dass ich mutig genug war auf die Reise zu gehen und mir einzugestehen dass nur ich selbst, meine Gedanken und meine Glaubenssätze für mein Glück verantwortlich sind.

 

In den letzten Jahren habe ich viele weitere Strategien kennengelernt um mehr Selbstliebe zu entwickeln. Die besten Strategien aus den letzten Jahren teile ich mit dir im nächsten Blogartikel.

 

Bis bald, Stefan

 

 

 

 

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